Mit TECHNORAMA 2050 gestalten wir Zukunft – nicht nur in unseren Ausstellungen, sondern auch in der Art, wie wir unseren Gästen einen angenehmen, inspirierenden Aufenthalt ermöglichen. Während die baulichen Planungen voranschreiten, arbeiten die Menschen im Besucherservice bereits heute täglich daran, ideale Rahmenbedingungen für unsere Gäste zu schaffen.
Für diesen Beitrag haben wir mit einem Mitarbeitenden aus dem Besucherservice gesprochen: Che Nepomuk arbeitet seit über 10 Jahren im Technorama und ist als einer der Tageschefs dafür verantwortlich, dass der Tag reibungslos verläuft und die Gastgebenden eine verlässliche Ansprechperson haben. Rund 20 Personen sind als Gastgebende täglich im Einsatz, verteilt auf Ausstellung, Park, Kasse und Labore. Insgesamt sorgen etwa 80 Personen an 365 Tagen im Jahr dafür, dass aus einem Besuch im Technorama ein Erlebnis wird. Und sie wissen aus erster Hand, was unseren Gästen guttut – und was ihre Erfahrung manchmal herausfordert.
Licht, Temperatur und Akustik – ein sensibles Zusammenspiel
Einer der wichtigsten Punkte ist das Thema Licht. Viele Experimente benötigen eine kontrollierte Beleuchtung, oft gedimmte oder dunklere Bereiche, damit physikalische Effekte gut sichtbar werden. Für viele Besuchende ist dies ein spannender Teil des Erlebnisses, doch die geringe Helligkeit kann gleichzeitig ermüden.
„Die Dunkelheit gehört zur Ausstellung – sie macht Vieles erst möglich. Aber wir merken, dass Gäste und Mitarbeitende diesen permanenten Zustand als anstrengend empfinden können. Die hellere Piazza oder Bereiche mit Tageslicht schaffen deshalb in Zukunft eine wichtige Balance“, erklärt Che.
Im Winter ist die Lichtverfügbarkeit eine Herausforderung – im Sommer hingegen die Temperatur. Gerade an heissen Tagen können viele Gäste und laufende Exponate die Räume zusätzlich aufheizen. Auch die Luftqualität verändert sich dann spürbar, vor allem an Tagen mit über 3’000 Besuchenden. „Eine stärkere Luftumwälzung für bessere Luftqualität ist deshalb etwas, auf das wir uns besonders freuen. Hiervon profitieren sowohl unsere Gäste als auch unsere Gastgebenden.“
Lautstärke – Freude, Energie und manchmal Belastung
Das Technorama lebt von Interaktion. Wenn Kinder und Familien experimentieren, wird gelacht, gestaunt und auch gejubelt. Gleichzeitig erzeugen einige Exponate selbst Geräusche. Die Kombination führt schnell zu einer ziemlichen Geräuschkulisse, die nicht nur für Gäste, sondern besonders für Mitarbeitende herausfordernd sein kann.
„Positive Reaktionen sind laut – und das ist ja auch schön. Aber im Alltag bedeutet das für uns, dass Gastgebende in bestimmten Bereichen inzwischen mit geräuschreduzierenden Ohrstöpseln arbeiten.“ Nachdem einzelne Mitarbeitende selbst Initiative ergriffen hatten, wurde der Gehörschutz kurzerhand als offizielles Arbeitsmittel eingeführt. Ein kleiner, aber bedeutender Schritt für mehr Wohlbefinden im Team.
Warum der Umbau eine grosse Chance ist
Der Umbau wird vieles verändern – und zwar nicht nur aus architektonischer Sicht. „Wir sehen eine grosse Gelegenheit, den Job neu zu denken“, so Che. „Wenn wir Lärm besser steuern oder die Luftqualität verbessern können, entlastet das das Team enorm. Und wir können uns noch besser auf das konzentrieren, was uns am wichtigsten ist: der Austausch mit unseren Gästen.“
Besonderes Augenmerk liegt dabei auch auf der Möglichkeit, Ausstellungen künftig so zu gestalten, dass sie ruhiger und fokussierter besucht und erlebt werden können: Weniger akustische Überlagerung bedeutet mehr Konzentration und ein intensiveres Erlebnis.
Feedback als Motor
An Rekordtagen nehmen die Gästebetreuenden auch kritisches Feedback entgegen. „Wir hören an solchen Spitzentagen oft, wie voll und laut es ist. Wenn wir dann über das Bauprojekt informieren, spüren die Gäste, dass wir diese Themen ernst nehmen. Das schafft Verständnis und zeigt, dass wir aktiv an Lösungen arbeiten.“